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  • Die Schulen in ihrer pädagögischen Arbeit stärken und sie bei der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages unterstützen – das kann Schulsozialarbeit in Schleswig-Holstein leisten.

    “Zur Unterstützung des Erziehungsauftrages kann das Land bei besonderem Bedarf nach Maßgabe der vom Landtag bewilligten Haushaltsmittel Angebote der Schulträger fördern, die der Betreuung, Beratung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler dienen”, heißt es in § 6 Abs. 6 Schulgesetz SH. Das Bildungsministerium setzt den Rahmen und fördert die Schularbeit in 2013 mit 4,6 Millionen Euro.

    Grundsätze

    Schulsozialarbeit bezeichnet grundsätzlich eine Form der Sozialarbeit im schulischen Kontext oder mit schulischem Bezug. Sie handelt an der Schnittstelle von Schule und Jugendhilfe, also im Kontext unterschiedlicher Rechts-, Organisations- und Leistungsbereiche. In dieser Kooperation werden die Bildungsbegriffe von Schule und Jugendhilfe zusammengeführt.
    Das Verständnis von Schulsozialarbeit als Oberbegriff für einzelne sozialpädagogische Aktivitäten im Rahmen von Schule entwickelt sich nach und nach zu einem integrativen Ansatz weiter. So definiert der Zwölfte Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung

    (Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland, 2005) die „schulbezogene Jugendsozialarbeit“ als „eigenständiges Dienstleistungsangebot der Jugendhilfe am Ort Schule, das sowohl für das System Schule, für Schülerin/innen und Eltern als auch für Lehrkräfte spezifische Hilfen anbietet und vielfältige Entwicklungsprozesse unterstützt“. Damit gewinnen präventive Aufgabenfelder und die Arbeit mit der gesamten Schule an Bedeutung.

    Aufgaben und Ziele

    • Gewährleistung von ganzheitlicher Persönlichkeitsentwicklung und von erfolgreichen Bildungsverläufen
    • Unterstützung der Entwicklung von Schule zu einem offenen Lern- und Lebensort
    • Abbau von Bildungsbenachteiligung

    Handlungsfelder

    • Allgemeine Beratungsangebote für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern
    • Einzelfallhilfe in Form von Beratung, Begleitung und Förderung einzelner Schülerinnen und Schüler bei persönlichen, sozialen oder schulischen Problemen, die je nach Bedarf auch Lehrkräfte, Eltern bzw. Erziehungsberechtigte und externe Fachkräfte einbeziehen kann
    • Sozialpädagogische Gruppenarbeit zur Stärkung personaler, kommunikativer und sozialer Kompetenzen oder zur Prävention
    • Themenorientierte präventive Angebote (zum Beispiel Gewalt, Sucht, Mobbing, Medien)
    • Zusammenarbeit mit Schulleitung, Lehrkräften und Eltern (Einzelfallbezogen oder im Rahmen von Prävention und Schulentwicklung)
    • Kooperation mit außerschulischen Institutionen und Trägern mit dem Ziel der Öffnung von Schule und der sozialräumlichen Vernetzung

    Organisatorisch-strukturelle Rahmenbedingungen

    Trägerschaft

    Anstellungsträger für Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sind in der Regel Schulträger oder Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe, vereinzelt auch andere Träger (zum Beispiel Elternvereine). Die Lehrerinnen und Lehrer an öffentlichen Schulen stehen dagegen grundsätzlich im Dienst des Landes.

    Dienst- und Fachaufsicht / Weisungsrecht der Schulleitung

    Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter unterliegen vorrangig der Dienst- und Fachaufsicht der jeweiligen Beschäftigungsstelle. Die Weisungsbefugnis der Schulleitung (nach § 33 Abs. 3 SchulG) beschränkt sich somit praktisch auf innerorganisatorische Fragestellungen (zum Beispiel Raumzuteilung, Besprechungstermine usw.) und bezieht sich damit nicht auf inhaltliche Aspekte. Gleichwohl sollte die konzeptionelle Umsetzung von Schulsozialarbeit in enger Abstimmung mit Lehrkräften und Schulleitung erfolgen.

    Datenschutz

    Zum rechtssicheren Umgang mit Daten von Schülerinnen und Schülern durch Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter hat das Unabhängige Zentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit den Ministerien für Arbeit, Soziales und Gesundheit sowie für Bildung und Kultur eine „Handreichung für die Datenverarbeitung der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter“ erstellt.

    Die Verarbeitung personenbezogener Daten von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern in öffentlichen Schulen ist im Schulgesetz (§§ 30, 31 SchulG) und in der Landesverordnung über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Schulen geregelt.

    Mitwirkung in schulischen Gremien (§ 62, § 64 und § 65 Schulgesetz)

    Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter haben, sofern sie als Mitglied gewählt sind, das Recht zur Teilnahme

    • an Lehrerkonferenzen als stimmberechtigte Mitglieder (§ 64 Abs. 1 SchulG) und
    • an Schulkonferenzen mit beratender Stimme, soweit nicht eine sozialpädagogische Fachkraft als Vertreterin oder Vertreter der Lehrkräfte zum stimmberechtigten Mitglied der Schulkonferenz gewählt worden ist (§ 62 Abs. 4 SchulG).
    • Darüber hinaus kann an Konferenzen wie folgt teilgenommen werden:
    • an Klassenkonferenzen mit beratender Stimme (§ 65 Abs. 1 SchulG),
    • an Lehrerkonferenzen mit beratender Stimme (§ 64 Abs. 1 SchulG).
  • Im Schulzentrum Satrup sind zwei Schulsozialarbeiter (jeweils mit einer halben Stelle) beschäftigt.

    Gabi Kaapke

    (Heilpädagogin)

    G. Kaapke

    Koordinatorin und Leiterin der INSEL

    • Gruppenarbeit (Inselteam)
    • Einzelfallhilfe nach Bezugssystem
    • Mediation
    • Projekte
    • Netzwerk zu außerschulischen Hilfen (Ärzte, Therapeuten,…)

    Kirsten Biegemann

    (Dipl. Sozialpädagogin)

    K. Biegemann

    Koordinatorin und Leiterin von Projekten

    • Spielzeugausleihe
    • Bus-Engel
    • Partizipation/SV-Arbeit
    • Schulsanitäter
    • Mitarbeit in der INSEL
    • Klassenprojekte
    • Streitschlichter (i.A.)

     

  • Tomas Bestmann

    (Dipl. Sozialpädagoge)

    Tomas Bestmann

    Leiter der OGS

    Daniela Fintzen

    (Erzieherin)

    Daniela Fintzen

    Mitarbeiterin in der OGS und im JuZ

     

     

     

    Rückblick und Ausblick der Offenen Ganztagsschule

    Ein aufregendes und spannendes Programm erwartet die SchülerInnen des Schulzentrums jedes Halbjahr im offenen Ganztag an vier Tagen die Woche von montags bis donnerstags. Hier ein kurzer Rückblick und ein Ausblick ins nächste Halbjahr. Letztes Halbjahr besuchten 184 Schülerinnen und Schüler die 29 Kurse. Viele von ihnen sogar mehrere Kurse pro Woche.

    Rückblick:

    • Zum Erwerb des Mofaführerscheins, haben wir 16 TeilnehmerInnen in Theorie und Praxis vorbereitet. Die Praxiseinheiten finden auf dem Verkehrsübungsplatz der Südenseeschule in Sörup statt. Die Hin- und Rückfahrt wird per Taxi und Schulbus vorgenommen.
    • Im Selbstverteidigungskurs des KSN haben wir mit dem Kursleiter P. Selmanowski ein glückliches Händchen gehabt. Die TeilnehmerInnen sind durchweg begeistert vom Kurs und entwickeln sich positiv in Richtung Selbstbehauptung, Toleranz und Eigenwahrnehmung.
    • Die Säulenmalerei hat mittlerweile alle Säulen im Mensa-Neubau und im Verbindungsgang der beiden Gebäudeflügel farbig gestaltet. Mit viel Kreativität, Sinn für Details und hier und da ein schlauer Spruch, haben die Gebäudeteile deutlich an Tristesse verloren.
    • In unserer neuen Textil AG wurden nach anfänglichen Übungsstücken, wie z. B. Eulen und Teddys, richtig tolle Jogginghosen komplett selbst genäht.
    • Im Technikkurs wurden nach anfänglichen Übungsstücken (einfache Boote), etwas anspruchsvollere Modelle wie z.B. die Laufbürste, das “Slingerding”, ein selbstgebauter Elektromotor und zum Ende hin ein “Thermolüfter” mit einer etwas anspruchsvolleren elektrischen Schaltung, hergestellt.
    • Unsere Floorball AG fand endlich wieder statt. J.-M. Klues hat sich zum Aktionsleiter bei der “Sportjugend S.-H.” ausbilden lassen und somit die Befähigung erhalten, ein Sportangebot durchzuführen. Die Offene Ganztagsschule finanziert die Qualifikation für SchülerInnen und erhofft sich dadurch nicht nur eine persönliche Weiterentwicklung der SuS, sondern natürlich auch ein anschließendes Engagement im offenen Ganztag.
    • In diversen weiteren Kursangeboten, haben wir insgesamt 184 SchülerInnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten. Wir stellen fest, dass immer mehr SchülerInnen mehrere Kurse pro Woche buchen und somit 2, 3, ein paar wenige sogar, an allen 4 Wochentagen ihre Freizeit in der Offenen Ganztagsschule verbringen. Dies ist ein deutliches, positives Signal an uns, den Offenen Ganztag weiter auszubauen.
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    Ausblick:

    Durch die Kooperation mit dem Bernstorff-Gymnasium sind wir sicherlich auf dem richtigen Weg, die Angebotspalette zu erweitern und den Bedarf der SchülerInnen gerecht zu werden. Die Kürzungen im Bildungswesen gehen aber auch an uns nicht spurlos vorüber. So können wir leider immer weniger auf Lehrerstunden zurückgreifen, durch die wir kostenlose Förderangebote in den Hauptfächern anbieten konnten. Die Mehrbelastungen der LehrerInnen wirken sich auch dahingehend aus, dass es weniger Bereitschaft gibt, sich ehrenamtlich zu engagieren. Dadurch wird es zunehmend schwieriger Kursangebote wie bisher (z. B. Basketball, Schmieden, Textil und andere) anzubieten.

    Reglements seitens des Bildungsministeriums schränken unser personelles Handlungsfeld drastisch ein. So dürfen keine Lehrer, sei es Referendar, Angestellter, oder Beamter, gegen Honorar beschäftigt werden. Egal an welcher Schule Lehrer einer offiziellen Lehrtätigkeit nachgehen –  im Offenen Ganztag dürfen Lehrer nur ehrenamtlich tätig sein.

    Eine unserer Strategien, diesen Umständen entgegen zu wirken, ist die Ausbildung von SchülerInnen zu Jugendgruppenleitern und AktionleiterInnen. Des Weiteren blicken wir natürlich noch mehr über unseren “Tellerrand” und versuchen schulexterne Menschen für den Ganztag zu gewinnen. Sollten Sie sich in irgendeiner Art und Weise angesprochen fühlen und sich mit ihren Kenntnissen einbringen wollen, so melden Sie sich bitte bei Herrn Bestmann.

    Im aktuellen Schuljahr 2015/16 bieten wir wieder die Mofa AG, den Babysitterkurs, Holzschnitzen und diverse andere “Stammkurse” an.

    Neu sind: ein Kochkurs (Kochen rund um die Welt), ein Pappmachè Kunstkurs, ein Theaterkurs, eine Volleyball und eine Basketball AG. Im Förderbereich können wir dank zur Verfügung gestellter Lehrerstunden Englisch für jeweils 5., 6., 7. und 8. Klasse und Mathe für 8. Klasse anbieten. Ebenfalls neu ist ein Matheangebot für 5. und 6. Klasse für SuS, die noch Bedarf haben, ihre Grundlagen aus der Grundschule aufzuarbeiten, bzw. Dyskalkulie haben. Bei Bedarf können wir auch ein Angebot schaffen, dass auf ältere Schüler mit Dyskalkulie ausgerichtet ist. Einfach in der OGS melden, wir richten dann eine “Warteliste” an und sobald genügend Bedarf vorhanden ist, können wir starten.

    Für Fragen, Anregungen und Kritik sind wir stets offen und freuen uns auf konstruktive Vorschläge.

    Euer / Ihr Team der Offenen Ganztagsschule

    Daniela Fintzen & Tomas Bestmann